Selbstgebauter digitaler Bilderrahmen
Dieses Projekt ist zwar bei weitem kein aktuelles, aber einen Blogeintrag ist es allemal wert.
Digitale Bilderrahmen sind seit einiger Zeit in jedem gut sortierten Elektrofachmarkt zu finden. Trotzdem gibt es in meinen Augen kein einziges Modell, das mich zufriedenstellen würde. Entweder ist das verbaute Display schlecht, die verfügbare Software ist einfach nur ein Graus, der Bilderrahmen rund um die Elektronik ist häßlich, oder der gesamte Rahmen ist mehrere Zentimeter dick und macht an der Wand aufgehängt kein gutes Bild mehr.
Einer meiner Freunde (www.mhil.at) hatte dann die Idee ein altes Notebook leicht zweckentfremdet in einen Bilderrahmen umzubauen. Die Idee ist nicht neu und es gibt im Netz genügend Anleitungen wie so ein Umbau aussehen könnte. Ein echter Bastler braucht so etwas allerdings nicht 😉
Angefangen habe ich einfach indem ich ein altes Gericom Notebook meiner Mutter, das wegen Überhitzung immer wieder abgestürzt ist, auseinander genommen habe. Ich habe das gesamte Gehäuse entfernt bis nur mehr das Mainboard und das Display übrig waren. Vom gesamten Gehäuse entledigt, war auch wieder genügend Luft da um den Prozessor kühlen zu können. Um die Gesamtdicke möglichst niedrig zu halten, habe ich in die Rückwand eines Bilderrahmens von IKEA ein passendes Loch für das Display geschnitten, um dieses darin versenken zu können. Um das Display anschließend gut befestigen zu können, habe ich einfach den originalen Rahmen für das Display verwendet und entsprechende Löcher für die Verschraubung des Rahmens mit der Rückwand gebohrt.
Das Mainboard wurde ebenfalls über vorhandene Löcher mit der Rückwand verschraubt, wobei ca. 7mm lange Plastikstücke aus einem alten Faserschreiber als Abstandhalter herhalten mussten. Um eine noch bessere Isolierung zwischen Mainboard und Displayrückseite zu erreichen, wurde ein Antistatikplastik dazwischen geklebt.
Um den Bilderrahmen auch bequem bedienen zu können, wurde eine Microsoft Funk Keyboard/Maus Kombi angeschafft. Der Microsoft Sender hat den Vorteil seiner recht hohen Sende- und Empfangsleistung und funkt somit auch durch die Holzplatte quer durch das gesamte Wohnzimmer. Der USB Empfänger wurde ebenfalls aus seinem Gehäuse ausgebaut und findet auch im Bilderrahmen Platz.
Die Netzwerkanbindung erfolgt in meinem Fall per Netzwerkkabel, weil der Router direkt nebenan steht. Ein USB WLAN Adapter wurde ebenfalls getestet, später aber eingespart. Um das Netzwerkkabel und den Stromanschluss herausführen zu können, wurde eine kleine Ausnehmung in die Unterseite des Rahmens geschnitten. Pläne das DVD Laufwerk durch eine Art Verlängerungskabel von Aussen zugänglich zu machen, wurden bald aufgegeben. Das DVD Laufwerk kann bei Bedarf angesteckt werden und muss anschließend wieder entfernt werden.
Zu guter Letzt musste noch der EIN/AUS Schalter nach aussen gelegt werden. Mit einem Voltmeter bewaffnet, war schnell klar welche Kontakte kurz geschlossen werden müssen um das “Notebook” zu starten. An diese Kontakte wurde ein Kabel und am anderen Ende des Kabels ein Tastschalter angelötet. Der Tastschalter schaut durch ein Loch an der Oberseite des Rahmens heraus und ist von vorne so gut wie nicht sichtbar.
Um das Ganze noch von vorne ansehnlich zu machen, musste noch ein Passpartout ausgesucht werden. Die Wahl viel auf ein helles Grau, da dieses neutral zu einer Unzahl an Bildern passt und auch im ausgeschaltenen Zustand des Bilderrahmens einen niedrigeren Kontrast zum schwarzen Display darstellt als ein rein weißes Passpartout.
Als Betriebssystem kommt Ubuntu zum Einsatz. So lassen sich auch leicht SFTP, Webserver und andere Serverdienste realisieren. Internet Radio Streams gibt Amarok über die an den Kopfhörerausgang angschlossene Boxen aus. Diashows für Digitalbilder laufen einfach als Bildschirmschoner ab.
Und das Allerbeste ist, dass alles in einem normalen Bilderrahmen Platz gefunden hat. Zusätzlich zu einem gekauften Bilderrahmen lässt sich der Eigenbau zu viel mehr als nur zum Bilder ansehen benutzen. Einzig der Energieverbrauch muss als Nachteil gegenüber einer gekauften Lösung angeführt werden. Wobei meiner Meinung nach die Vorteile diesen Nachteil bei weitem überwiegen.
Eine kleine Warnung habe ich noch an Leute, die ihr eigenes altes Notebook in einen Bilderrahmen umbauen wollen: Achtet gut auf mögliche Stellen an denen Kurzschlüsse entstehen könnten. Genau durch einen solchen ist mein zweiter digitaler Bilderrahmen abgebrannt obwohl er schon an der Wand gehangen ist und alles normal gelaufen ist.
Yarra River in Melbourne bei Nacht
Ein neues HDR Bild vom Yarra River in Melbourne. Zusammengesetzt wurde das Bild mit Photomatix aus 3 Einzelbelichtungen. Das Tonemapping von HDR Bildern ist so eine Sache. Entweder sie sehen übertrieben und künstlich aus, oder man sieht den Unterschied wenig bis garnicht.
In diesem Fall erkennt man wohl kaum, dass es sich um ein HDR Bild handelt. Es ist aber eines 😉
Vorgegangen bin ich nach einem Tutorial auf www.stuckincustoms.com
Velbon Sherpa Pro CF 645L
Es ist soweit … ich habe mir ein Stativ zugelegt. 🙂
Die Wahl ist auf ein Velbon Sherpa Pro CF 645L gefallen. Das L im Namen steht wohl für Long. Und das ist es auch tatsächlich. Ohne die Mittelsäule auszufahren, kann ich bei meinen 196cm Körpergröße beinahe ohne mich zu bücken durch die Kamera blicken. Und das alles bei einem erstaulich niedrigen Gewicht von nur 1,64kg. Mit einem Packmaß von ~51cm ist es in meinen Augen auch noch ganz gut transportabel.
Die maximale Belastung liegt laut Herstellerangabe bei 5kg und stellt damit kein Problem für mein vorhandenes Equipment dar.
Um dem niedrigen Gewicht des Stativs rechnung zu tragen, habe ich mich für den Vanguard SBH-50 Kugelkopf aus Magnesium entschieden.
Noch habe ich keine eingehenden Tests mit dieser Kombi gemacht, aber bisher ich bin zufrieden damit. Den ersten Einsatz hat das Stativ allerdings schon hinter sich. Was liegt näher als endlich einige HDR Aufnahmen zu machen? Nichts, oder? 😉 Und weil ich grad in Melbourne bin, habe ich mich auf den Federation Square gestellt und einige Aufnahmen gemacht.
In jedem Fall muss ich mein Auge noch entsprechend für HDR Aufnahmen schärfen um die richtigen Situation auszuwählen.
Kapelle auf der Rax
Die Rax ist einer der beiden Hausberge der Wiener und bietet leichte Wanderungen bis leichte Klettersteige. Heute war zwar nicht das beste Wetter um zu Wandern, aber genau der bewölkte Himmel setzt die Kapelle am Rax Plateau, gleich beim Karl Ludwig Haus, in ein interessantes Licht.
Zur leichteren Orientierung:
Kleine Oberösterreich Runde
Enns
Zuerst waren wir auf einen kurzen Besuch in Enns. Eine kleine überschaubare Stadt in Oberösterreich an der Grenze zu Niederösterreich. Der Stadtturm in der Mitte des Hauptplatzes kann für einen Euro erklommen werden und bietet eine schöne Übersicht.
Ansonsten ist sicherlich noch das Schloss Ennsegg mit seinem Innenhof und Garten erwähnenswert.
Mauthausen
Als zweite Station stand die Besichtigung des Konzentrationslagers Mauthausen auf der Liste. Dieser Besuch war sicher kein leichter und trotzdem sollte sich jeder Österreicher diese Gedenkstätte angesehen haben.
Das Lager Mauthausen war das einzige Konzentrationslager des Typs III. Dies bedeutete, dass die Rückkehr von Gefangenen unerwünscht war. Von 1938 bis 1945 wurden in diesem Lager um die 100.000 Menschen ermordet. Teils geschah dies einfach durch Arbeit, teils durch Grausamkeiten seitens der SS oder auch durch Vergasung.
Vom Besucherzentrum kommend, muss man zuerst die Wagenburg durchqueren. Schon hier bekommt man ein mulmiges Gefühl und ein beklemmendes Gefühl macht sich breit. Hier sind diese beiden Photos entstanden.
Sobald man das Lager durch das Haupttor betreten hat, befindet sich gleich rechts daneben die Klagemauer. An dieser Mauer mussten sich die Häftlinge nach ihrer Einlieferung aufstellen, bevor sie geduscht und enthaart wurden. Heute erinnern an dieser Stelle viele Gedenktafeln an die Opfer dieses Lagers.
Das KZ Mauthausen verfügte aber auch über ein eigenes kleines Gefängnis, in welchem “spezielle” Insassen festgehalten wurden. Dazu zählte auch Leopold Figl, welcher im Jahre 1945 zum Bundeskanzler der Republik Österreich bestellt wurde.
Vor dem Haupttor befindet sich an der Stelle der ehemaligen SS Baracken ein Gedenkmal Park. Hier haben unzählige Staaten Mahnmahle aufgestellt, welche meist Themen des Lagerlebens aufgreifen und zu verarbeiten suchen.
Während der Besichtigung der Gaskammer, Leichenhalle, Krematorien war mir nicht nach Photographieren zu mute. Ich kann nur jedem empfehlen sich diese Gedächtnisstätte selbst zu Besuchen um dies Nachvollziehen zu können. In keinem Fall darf vergessen werden welche Gräueltaten während des NS Regimes verübt wurden.
Eines möchte ich hier auch noch erwähnt haben: Mauthausen wurde rein seines Steinbruchs wegen für dieses Lager ausgewählt.
In jedem Fall ist der Ort Mauthausen auch einen kleinen Spaziergang wert. Für Geocaching Freunde kann ich die Cache Serie “Mauthausen Rungang I-III” empfehlen.
Steyr
Die letzte Station, schon am Weg zurück nach hause, führte uns nach Steyr. Steyr liegt am Zusammenfluss der Enns und Steyr und ist eine der ältesten urkundlich erwähnten Städte Österreichs. Eine Besonderheit ist noch, dass Steyr eine eigener politischer Bezirk und zusätzlich der Sitz der Bezirkshauptmannschaft für den Bezirk Steyr-Land ist. Die Innenstadt und der besonders der Hauptplatz besteht aus schönen alten renovierten Häusern. Besonders angenehm ist uns aufgefallen, dass die Schilder diverser Geschäfte am Hauptplatz sehr dezent gehalten sind.
Einige Eindrücke von Steyr:
Zu guter Letzt noch ein Photo aus Steyr für meine Old & Industrial Serie:



