Reisebericht Ägypten
Im November 2009 konnte ich einen Einblick in die Kultur Ägyptens erhalten und musste dies natürlich photographisch dokumentieren. In der Woche Kultururlaub in Ägypten bewegten wir uns per Schiff am Nil fort. Wir waren Gäste auf einem 5 Sterne Boot namens “Nil Carneval” und fuhren von Luxor nach Assuan und wieder retour. Unsere Kabine war auf der Backboard Seite und es versteht sich von selbst, dass wir eigentlich immer in die Kabine eines anderen Schiffes schauten, wenn wir zum Übernachten angelegt hatten. Allerdings muss man auch dazusagen, dass auch die Steuerboard Seite nicht immer das Glück hatte auf den Nil blicken zu können. Ansonsten kann man nicht viel über das Schiff sagen. Das Essen war immer gut und ausreichend, wobei wir uns an die Warnungen strikt gehalten haben und kein rohes Gemüse oder Obst gegessen haben. Die Getränkepreise waren etwa 3€ für 0,5l Bier oder 1€ für 1,5l Wasser. Über die Ausstattung der Zimmer kann man nichts schlechtes berichten. Wenn jedoch mehrere Schiffe nebeneinander angelegt hatten, hatten wir öfter das Gefühl, dass andere Schiffe an Deck schöner eingerichtet waren als unseres.
Eine Photostrecke über die Tempel Ägyptens soll dies nicht werden, sondern einige ausgewählte Bilder des Landes und der Leute zeigen. Der Nil ist neben der Wüste sicher das prägenste Element in der Landschaft und auch extrem wichtig für die Menschen selbst. Bewässert er doch umliegende Felder, entweder direkt oder über Bewässerungskanäle und dient sicherlich auch zur Trinkwassergewinnung. Viele Touristen kommen ebenfalls wegen des Nils nach Ägypten um eine Kreuzfahrt zu machen und um sich in die Zeit der Pharaonen entführen zu lassen. Umso unverständlicher ist es, dass man bei der Fahrt am Nil immer wieder leere Plastikflaschen vorbei schwimmen sieht, oder das Gefühl hat, dass der Nil auch als private Mülldeponie für Häuser direkt am Wasser genutzt wird. Wenn dann noch nebenan eine Frau Kleidung im Nil wäscht, versteht man die Welt nicht mehr so recht.
Vor der großen Schleuse am Nil bei Edfu durften wir dann auch noch eine weitere Art der Nilnutzung zum Geldverdienen kennenlernen. Schwimmende Händler umringen jedes Kreuzfahrtschiff mit ihren Booten und werfen – Gott sei Dank – hauptsächlich weiche Waren, wie Kleider oder Tischtücher, an Deck der Schiffe und hoffen darauf, dass die Ware oder Geld retour geworfen werden.
Bei jeder Tempelanlage trifft man dann auch auf sehr freundliche Leute, die viele tolle Dinge herzuzeigen haben. Am Ende bezahlt man aber für jeden dieser Dienste einen Euro oder zwei. Etwas das wir gelernt haben wie man sich auch anders aus der Affäre ziehen kann, ist, dass Kaugummis, Luftballons und Kugelschreiber in Ägypten offensichtlich Mangelware sind. Auch beim Kauf in einem der vielen Basare kann ein Kugelschreiber als Geschenk den Preis noch reduzieren. Das Bakschisch für die Besatzung des Schiffes, Taxifahrer, Kofferträger usw. lieferten wir am Beginn der Woche bei unserem Reiseleiter ab und es betrug 30€. Ein für uns sehr angenehmes Service, da wir uns so nicht damit herumschlagen mussten.
Bewacht wird man in Ägypten auch rund um die Uhr. Allerdings waren wir uns manchmal nicht besonders über die Qualität dieser Sicherheit einig. Metalldetektoren sind offensichtlich nur zur Zierde da, da sie eigentlich die ganze Zeit wie wild piepsen, es aber niemanden interessiert. Die Bewachung der Schleusenanlage bei Edfu saß gelangweilt im Schatten herum und lehnte auf seiner Kalaschnikow, an welcher nicht einmal ein Magazin angesteckt war. Und manchmal sieht man schwer bewaffnete Ägypter in zivil bei Tempeln herumsitzen und hat das Gefühl, dass diese aus reiner Langerweilen dort ihre Zeit verbringen.
In jedem Fall sind die Tempelanlagen entlang des Nils und das Tal der Könige einen Besuch wert. Die Größe der Tempelanlagen und der Gedanke in welcher Zeit und mit welchen Mitteln diese Tempel gebaut wurden, ist schier unvorstellbar und kann mit Photos kaum nachvollzogen werden.
Nach unserem Kultururlaub ging es dann mit dem Auto in Richtung Meer. Interessant war, dass wir auch hier nicht mit einem Fahrer alleine unterwegs waren, sondern zusätzlich noch ein zweiter “Aufpasser” dabei sein musste. Bei jeder Kreuzung der Überlandstraße werden die durchfahrenden Autos von Straßensperren zum Abbremsen gezwungen und zumindest ein bewaffneter Polizist bewacht die Kreuzung. Dies ist auch wirklich notwendig da der Querverkehr, bestehend aus Eseln, Eselfuhrwerken, Autos und Dreirädern keinerlei Rücksicht auf die Autos, welche auf der Überlandstraße fahren, nehmen.
Leider gibt es vom Roten Meer keine Unterwasserphotos wie vom Great Barrier Reef. Dafür gibt es zum Abschluss noch zwei Sonnenuntergangsphotos aus der Wüste gleich hinter unserem All Inklusive Klub.
St. Kilda Peer Melbourne HDR
HDR Photos sind eine faszinierende Möglichkeit mehr aus schwierigen Lichtsituationen zu machen. Oft wird diese Technik bei Dämmerung oder bei Nacht eingesetzt, aber auch bei Tag lassen sich damit effektvolle Bilder erzielen. Insbesonders bei wolkigem Himmel, der schattige und sonnige Stellen in der Szenerie zur Folge hat, habe ich ganz gute Ergebnisse erzielt.
Eines dieser HDR Photos habe ich in St. Kilda in Melbourne, Australien gemacht. Es zeigt den Peer von St. Kilda und im Hintergrund Melbourne DownTown. Besonders die Wolkenstimmung konnte nur durch die Anwendung der HDR Technik eingefangen werden.
Alte Türen und Fenster in Valencia
Während meines Aufenthalts in Valencia im Sommer 2009 durfte ich bei einer Freundin wohnen. Ihre Wohnung liegt in einem alten Haus so schmall, dass lediglich eine Wohnung pro Stockwerk Platz hat. Die Wohnung wurde ganz neu renoviert und trotzdem blieb ihr alter Charme erhalten. Dies liegt hauptsächlich an den alten Fenstern und Fensterbalken.
Als die Sonne durch die halb geschlossenen Fensterbalken in die Wohnung schien, entstand folgendes Photo:
Auch die alten Türen wurden erhalten. Das abgelichtete Türschloss versperrte die Badezimmertüre, mehr oder weniger.
Makros eines Kaktus
Diese beiden Makrophotos wurden mit einem 100mm Makro Objektiv von Canon bei Blende 2.8 aufgenommen. Die Beleuchtung erledigte die Nachmittagssonne auf meinem Balkon. Der orange blaue Hintergrund wurde mit zwei Blumentöpfen arrangiert.
Unterwasserphotos vom Great Barrier Reef
Während meiner Australien Reise 2009 war auch Zeit für einen Abstecher zum Great Barrier Reef nach Cairns. Cairns als “Stadt” war das Schlimmste, das ich in Australien gesehen habe. Es ist einfach alles voll mit Restaurants, Geschäften und vorallem “Touristenbüros” welche einem die “Top-Trips” verkaufen wollen. Keines dieser Geschäfte ist ein echte Touristen Information, sondern leben von den ausgezahlten Provisionen. Also Vorsicht welchen Trip man bucht und der Vergleich zwischen den einzelnen Büros kann sich auch auszahlen.
Um Tauchen zu gehen, muss man in jedem Fall einen Anbieter wählen, da man anders nicht zum Riff hinauskommt. Ich habe einen Eintagesausflug mit dem Silverswift Katamaran von Quicksilver gemacht. Dort läuft alles generalstabsmäßig geplant ab und laut Diveguide sollte jeder Tauchgang 40 Minuten dauern. Lediglich einer der drei hat dann 42 Minuten gedauert. Über die Ausrüstung, die Briefings vor dem Tauchen, das Essen und die Crew kann man nichts Negatives berichten. Es hat einfach alles gepasst.
Während dieser drei Tauchgänge haben ich ein Green Turtle, zwei Hawksbill Turtles, einen Muräne, einen Whitetip Reef Shark und natürlich Clownfische gesehen. Natürlich war für diesen Tag noch keine Kamera ausgeborgt und es gibt somit auch keine Photos von diesem Trip.
In Cairns gibt es einen Laden, der sich darauf spezialisiert hat Unterwasserkameras zu verleihen. Dort sollte man sich zumindest zwei Tage im Vorhinein anmelden, wenn man eine Kamera ausborgen möchte. Auf die Frage ob es noch anderswo Kameras auszuborgen gibt, bekommt man ein “Nein” als Antwort. Dies ist natürlich nicht korrekt, auch bei “Prodiving Cairns” bekommt man Kameras. Dort habe ich dann auch meine Kamera für die nächsten zwei Tage ausgeliehen. Der nette Mitarbeiter dort hat sich viel Zeit genommen um mir die Canon Powershot A720 IS zu erklären und auch jede Menge Tips verraten wie man unter Wasser gute Photos macht.
Die nächsten beiden Tage war ich dann zu einem Overnight Cruise mit der “Rumrunner” beim Riff. Das Boot selbst ist einwenig veraltet aber Essen und Crew sind ebenfalls tip top. An diesen zwei Tagen kann man sechs Tauchgänge unternehmen. Am ersten Tag sind drei normale und ein Nachttauchgang möglich. Am zweiten Tag sind dann noch 2 Tauchgänge möglich wobei man gegen Mittag wieder in Cairns ankommt.
Während dieser Tauchgänge sind dann folgende Photos entstanden:
Weitere Unterwasserphotos von diesem Trip gibt es in meiner Gallery zu sehen.